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Nach über 7 Jahren eine Anklage doch noch zusammengebracht - Bundesanwaltschaft erhebt Anklage gegen Privatbankier Holenweger
Normalerweise sollte sich jeder Bürger selbstverständlich freuen, wenn eine Bundesbehörde bzw. die Bundesanwaltschaft sich daran macht, mit Steuergeldern Verbrechen aufzuklären.
Und der Bürger sollte sich nicht wegen einer so mächtigen Institution wie der Bundsanwaltschaft um den Rechtsstaat Sorgen machen müssen.
Doch jedem Normalbürger, der in den letzten Jahren die Geschehnisse um die Schweizer Bundesanwaltschaft auch nur am Rande mitverfolgt aht, dem sträuben sich sämtliche Nackenhaare:
In der Schweiz gibt die mächtige Bundesanwaltschaft seit vielen Jahren - und dies leider nicht nur im Fall Oskar Holenweger - in skandalösester Art und Weise Anlaß zu großer Sorge, wie etlichenäußerst erschreckenden Medien-Berichten und auch parlamentarischen Anfragen zu entnehmen ist.
Seit Jahren schon beschäftigt die Affäre um den Fall Oskar Holenweger auch die Schweizer Politik. Der Justizskandal um die sog. Affäre Holenweger hält laufend das Parlament auf Trab, von den weiteren Skandalen in und um die Bundesanwaltschaft gar nicht zu reden.
Auch das Bundesstrafgericht in Bellenz (Bellinzona) brachte sich mehrfach in Verruf. Der Fall Holenweger erregte unter anderem Aufsehen, weil er zum Rücktritt (Roschacher-Affäre) des früheren Bundesanwalts Valentin Roschacher geführt hatte, berichtet der Tagi.
Nun hat die Bundesanwaltschaft es nach sage und schreibe 7 Jahren und nach dem Rücktritt zweier Bundesanwälte, doch noch geschafft, eine Anklage zusammenzubringen.
Man kann nur hoffen, daß nun, nachdem Bundesanwalt Ernst Roduner (SP), der zurücktreten mußte, weil er selbst kriminelle Energie entfaltete und seine Nachfolger 7 Jahre brauchten, um überhaupt eine Anklage zu erheben, die zuständigen Richter nicht ebenfalls 7 Jahre benötigen, um ein Urteil zu fällen.
Schon in weiteren Skandalen, z. B. im Fall "Hells Angels" ermittelte die Bundesanwaltschaft 6 Jahre lang mit Abermillionen an Steuerzahler-Geldern ins Leere (vgl. Bericht im Schweizer Fernsehen oder auch in der Weltwoche). Immerhin verhielt man sich am Schluß gescheiter als im Fall Holenweger: Nach 7 Jahren Herumstochern und der verzweifelten Suche nach einem Delikt (Weltwoche) vermeldet man, daß es zu keiner Anklage kommt.
Ganze Meldung auf Polizeibericht.ch
Weiterer haarsträubender Bericht
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09.05.2010
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